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DBV 40   

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Die folgenden Angaben beschreiben die Ausführung und Anwendung unserer Druckbegrenzungsventile DBV 40 in allgemeiner Form. Die mit den Ventilen ausgelieferte Betriebsanleitung enthält weitere Hinweise
und ist in jedem Fall zusätzlich zu beachten.
Änderungen sind vorbehalten.


1  Einsatzgebiete

RICKMEIER DBV40-Druckbegrenzungsventile kommen in der Ölhydraulik, der Schmiertechnik und bei Verwendung unterschiedlichster Öle oder schmierfähiger Flüssigkeiten zum Einsatz. Die Ventile dienen der Druckbegrenzung, sind aber keine Sicherheitsventile im Sinne der DIN 3320.

Typische Industriebereiche
Allgemeiner Maschinenbau, Automobilbau, Apparatebau, Baumaschinen, Bergwerkstechnik, Chemieanlagenbau, Dieselmotoren, Druckereimaschinen, Elektromotorenbau, Fahrzeugtechnik, Gasturbinen, Getriebe, Gießereitechnik, Holzbearbeitungstechnik, Industriegetriebebau, Kältetechnik, Kompressorenbau, Kraftwerkstechnik, Motorenbau, Papiermaschinen, Pumpenbau, Schiffbau, Textilmaschinen, Verdichterbau, Wasserturbinen, Walzwerkindustrie, Werkzeugmaschinen, Windenergieerzeugung, Zementanlagenbau.


2  Durchflussmedien

Getriebeöl, Hydrauliköl, Motorenöl.
Andere Medien auf Anfrage.

Als Voraussetzung für lange Lebensdauer und höchste Betriebssicherheit soll das Durchflussmedium schmierfähig und nach Möglichkeit sauber und nicht korrosiv, in jedem Fall aber frei von harten Beimengungen sein. Zusätzlich gelten folgende Bereiche:

EigenschaftEinheit
min. max.
Kinematische Viskosität mm²/s71500
VerschmutzungsgradISO 4406-21/19/17
Gasgehalt (ungelöst)Vol.-%-10*
Temperatur (NBR Dichtungen)°C-2580
Temperatur (FPM Dichtungen)°C-25160**
* ungelöstes Gas im Durchflussmedium kann zu Druckschwingungen und
erhöhter Schallemission führen.
** Bei Einsatz über 80°C sind besondere Maßnahmen erforderlich.
Bitte sprechen Sie mit unseren Mitarbeitern.


3  Kenngrößen

Die angegebenen Kenngrößen und unter Abschnitt 2 genannten Durchflussmedien gelten für Ventile in der Standardausführung. Sind Überschreitungen der angegebenen Grenzen erforderlich, sprechen Sie bitte mit unseren Mitarbeitern.

Nenngröße:DN40
Max. Durchfluss:400 dm³/min
Auslegungsdruck:100 bar
   
Allgemeine Kenngrößen
Bauart:Sitzventil, hydraulisch vorgesteuert
Befestigungsart:in der Rohrleitung
Leitungsanschluss:metrischer SAE1.1/2-Flansch
Gewicht:8,5 kg
Einbaulage:beliebig
   
Hydraulische Kenngrößen
Ansprechdruckbereich:2...40 bar
p-Q-Kennlinie:siehe Abschnitt 6: “Kennfeld”
   
Betätigungsart
Mechanisch:Stellspindel
   
Erhältliches Zubehör:metrische SAE-Flansche
verschiedenster Ausführungen
auf Anfrage


4  Produktbeschreibung und Funktionsweise

RICKMEIER DBV40-Druckbegrenzungsventile sind hydraulisch vorgesteuerte Ventile mit metrischem SAE-Anschlussbild. Die Ventile bestehen im wesentlichen aus dem Hauptventil (Gehäuse (1), Kolben (3), Blende (4) und Druckfeder (5)) und der angebauten Vorsteuereinheit (2, 12-26), siehe Abb. 1.
Bei geschlossenem Vorsteuerventilsitz dichtet die Kugel (16) die Bohrung in der Scheibe (15) ab. Die Steuerölblende im Kolben bewirkt einen Druckausgleich zwischen Ventileintritt und Federraum. Aufgrund der Durchmesserdifferenz, der Führungsdurchmesser ist größer als der Sitzdurchmesser, wird der Kolben zusätzlich zur Federrückstellkraft hydraulisch zugehalten.
Bei Erreichen des eingestellten Öffnungsdruckes hebt die Kugel vom Ventilsitz ab und es fließt Steueröl intern zum Tank ab. Durch das sich einstellende Druckgefälle am Kolben öffnet dieser und der Systemdruck stellt sich ein bzw. wird konstant gehalten. Mit Hilfe der Stellspindel der Vorsteuereinheit wird der Systemdruck eingestellt.
Druckerhöhung = Spindel-Rechtsdrehung.
Druckabsenkung = Spindel-Linksdrehung.
Das Steueröl fließt standardmäßig intern zum Tankanschluss. Druckschwankungen in der Tankleitung beeinflussen den eingestellten Öffnungsdruck des Ventils. Sind diese Auswirkungen nicht erwünscht, so ist es möglich das Steueröl über eine externe Leitung zum Tank abfließen zu lassen. Das Gehäuse wird dann mit einem entsprechenden Anschluss „Y“ (Einschraubloch DIN 3852-X-G3/8) versehen. Lage des Anschlusses „Y“ siehe Abb. 2, auch für die später dargestellten Varianten erhältlich.
Der Abschluss „X“ kann nach Entfernen der Verschlussschraube (8) zur externen Steuerölregelung z. B. zur hydraulischen Entlastung verwendet werden.

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Abb. 1: Schnittbild
 

Pos. Benennung

1

Gehäuse
2Deckel
3Kolben
4Blende
5Druckfeder
6Zylinderschraube
7Scheibe
8Verschlussschraube
9Dichtring
10O-Ring
11O-Ring
12Mutter
13Spindel
14Federteller
15Scheibe
16Kugel
17Druckfeder
18Sechskantmutter
19Nadelrolle
20Scheibe
21O-Ring
22O-Ring
23O-Ring
24Hutmutter
25Sprengring
26Dichtring


5  Abmessungen

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Abb. 2: Maßbild
 


6  Kennfeld

Die dargestellten Kennfelder gelten für das Standard-Druckbegrenzungsventil mit internem Steuerölablauf und einer kinematische Viskosität des Mediums von 100 mm²/s.
Der Ablaufdruck am Ventilaustritt ist 0 bar (1 bar absolut). Die Kennlinien können auch für geringere und höhere kinematische Viskosität verwendet werden. Dabei ändert sich der Druckanstieg im Bereich von 10 mm²/s bis 2000 mm²/s um ± 5% gegenüber den Werten der Diagramme (geringere Viskosität: kleinerer Druckanstieg).

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Abb. 3: Kennfeld
 


7  Bezeichnung, Typenschlüssel

Die Bezeichnung der RICKMEIER DBV40-Druckbegrenzungsventile erfolgt nach folgendem Schlüssel:

1 Typ
DBV40
Kolben Dn60
DBV40(25)
Cartridge-Kolben DN25
2 Funktion
B
Druckbegrenzungsventil
R
Druckregelventil
S
Druckstufenschaltventil
3 Ansprechdruck
Pxx
Max. Ansprechdruck in bar
Pxx/xx
Max. Ansprechdruck in bar bei dem Druckschaltventil
Angabe: 1. Druckstufe/2. Druckstufe
(xx)
Ansprechdruck der fest eingestellten
Überdruckabsicherung in bar (12 oder 40 bar)
4 Anschlussart
SAE
Metrisches SAE1.1/2-Anschlussbild
FL
Flanschausführung
5 Vorsteuerung (Sitz, Zufuhr, Abfuhr)
B
Kugelsitz
C
Kegelsitz
P
Schieber-Kolben
I
Interne Steuerölzufuhr bzw. -abfuhr
E
Externe Steuerölzufuhr bzw. -abfuhr
6 Betätigungsart (nur bei Druckstufenschaltventil)
M
Elektrisch (Magnet)
D
Pneumatisch (Druckluft)
P
Proportional
7 Werkstoffe (Gehäuse, Druckfeder, Abdichtung)
S
GJS-Späroguss
C
C-Stahl
X
CrNi-Stahl
N
NBR - Acrylnitril-Butadien-Kautschuk (Perbunan)
F
FPM - Fluor-Kautschuk (Viton)
E
EPDM - Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk
8 Sonderausführung
SO
Kennzeichen für nicht geschlüsselte Merkmale

Beispiel:
DBV40-R-P8(12)-FL-PII-SXF
DBV40 mit Kolben DN60, R- Druckregelventil, P8(12)- max. Ansprechdruck 8 bar; Ansprechdruck der fest eingestellten Überdruckabsicherung 12 bar, FL- Flanschausführung (rohrleitungsfreier Anbau), PII- Schieberkolben-Vorsteuereinheit, interne Steuerölzufuhr, interne Steuerölabfuhr, SXF- Gehäusewerkstoff EN-GJS-400-15, Druckfederwerkstoff CrNi-Stahl, F- Abdichtung FPM (Viton).


8  Standardausführung und Varianten

 StandardVarianten
Gehäuseausf.Rohrleitung (Eckventil)Flansch (Quaderform)
HauptkolbenDn60Cartridge DN25
VorsteuereinheitKugel (Sitz)Kolben (Patr.-Schieber)
Kegel (Patr.-Sitz)
DruckfederTellerfeder
Ansteuerunginternextern
Steuerölablaufinternextern
Steuerölzulaufinternextern
Wegeventilelektrischpneumatisch
proportional


9  Werkstoffe

 Standardalternativ
GehäuseEN-GJS-400-15
(GGG-40)*
-
KolbenEinsatzstahl-
Druckfeder-Kolben
DF-Vorsteuereinheit
C-Stahl
C-Stahl
-
CrNi-Stahl**
Rund-DichtringeNBRFPM

* früher gebräuchliche Bezeichnungen
** nur bei den Varianten erhältlich


10  Varianten

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Abb. 4:
  Druckbegrenzungsventil mit Schieberkolben-Vorsteuereinheit

Anwendung:Bei ständiger Durchströmung
des Ventils.
Ansrechdruckbereiche:2...8 bar, 6...12 bar und 10...40 bar.

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Abb. 5:
  Druckregelventil mit externer Ansteuerung am Anschl. Z

Anwendung:Regelung eines Systemdrucks unabhängig von den Druckverlusten zwischen dem Ventil und der Stelle des externen Steuerölabgriffs.
Ansrechdruckbereiche:2...8 bar, 6...12 bar und 10...40 bar.

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Abb. 6:
  DBV40(25)-Druckventil mit Schieberkolben-Vorsteuereinheit in Flanschausführung für rohrleitungsfreien Anbau.

Anwendung:Bei ständiger Durchströmung des Ventils zur Druckbegrenzung oder zur Druckregelung.
Ansrechdruckbereiche:2...8 bar, 6...12 bar und 10...40 bar.

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Abb. 7:
  Druckstufenschaltventil

Anwendung: Das Ventil mit metrischem SAE-Anschlussbild wird z. B. zur Begrenzung des Vorschaltdruckes pKV und des Schaltöldruckes pK einer Lamellenkupplung in einem Schiffsgetriebe eingesetzt.
Schaltverlauf siehe Abb. 8.
Ansprechdruckbereiche:
Schaltöldruck pK (1.Stufe):10...40 bar
Vorschaltdruck pKV (2.Stufe):2...20 bar
Maße auf Anfrage.

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Abb. 8:
  Druck-Zeit-Diagramm
Einschaltvorgang einer Lamellenkupplung.

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Abb. 9:
  Druckstufenschaltventil in Flanschausführung mit rohrleitungsfreiem Anbau. Maße auf Anfrage.


11  Wartung

RICKMEIER Druckbegrenzungsventile sind in der Regel wartungsfrei, wenn sie innerhalb der zulässigen Einsatzgrenzen betrieben werden (siehe 3 “Kenngrößen”). Wird ein Druckbegrenzungsventil infolge von Verschleiß unbrauchbar, so muss es ersetzt werden. Der Einbau von Ersatzteilen führt nicht wieder zur ursprünglichen Betriebssicherheit.